Ganz besondere Ansichten aus Sinzings Vergangenheit
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| Karte aus der Sammlung Gröschl |
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| Ausschnitt aus Bayernatlas.de: das sollte ungefähr die Aufnahmerichtung des Fotografen gewesen sein. |
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| Hier nun die wesentlichen Bildinhalte des Bildvordergrundes in der historischen Karte von ca. 1830. |
Das Bild ist sicherlich im Wesentlichen deswegen entstanden, um die eindrucksvolle Industrieanlage der Gebr. Bernhard richtig ins Bild zu setzen, denn, auch wenn die Postkartenbeschriftung von
"Sinzing a.d. Donau von der Südseite" spricht, so ist das Dorf Sinzing eigentlich nur ganz unscharf im Hintergrund zu erkennen, was man sieht ist die Fabrik und rechts in der Mitte ein überdachtes Kellergebäude (später der der Familie Brix)
"Sinzing a.d. Donau von der Südseite" spricht, so ist das Dorf Sinzing eigentlich nur ganz unscharf im Hintergrund zu erkennen, was man sieht ist die Fabrik und rechts in der Mitte ein überdachtes Kellergebäude (später der der Familie Brix)
Was ist nun hier im Detail zu erkennen bzw. interessant auf dieser Aufnahme
1. Der imposante Betriebskomplex der Schnupftabakfabrik der Gebrüder Bernhard auf der Obermühle.
Bereits seit dem Jahre 1808 hatten die Brüder d`Orville die Sinzinger Obermühle gepachtet und standen - obwohl sie lt. Pfarrer Erb nie mit den Pachtzahlungen in Rückstand gekommen waren - bald in einem Rechtsstreit mit der Besitzerfamilie Gschwendner.
Schlussendlich aber konnten die d´Orvilles ab dem Jahre 1842 in Kaufverhandlungen treten und nachdem Ende desselben Jahres die letzten Pächter/Mieter ausgezogen waren, wurde noch im Herbst mit dem Bau der Fabrik begonnen und im August 1843 konnte die Produktion aufgenommen werden,
Schlussendlich aber konnten die d´Orvilles ab dem Jahre 1842 in Kaufverhandlungen treten und nachdem Ende desselben Jahres die letzten Pächter/Mieter ausgezogen waren, wurde noch im Herbst mit dem Bau der Fabrik begonnen und im August 1843 konnte die Produktion aufgenommen werden,
2. Der die Straße überwölbende Eingang eines großen Lagerkellers. Dieser war bei der Anlage des Sinzinger Grundsteuerkatasters im Jahre 1840 in Besitz des Bräuers Franz Gschwendner gewesen, der damals unter anderem auch das "Bischofshof-Gebäude" (alte Hausnummer 28) und das gegenüber liegenden Brauhaus (alte Hausnummer 30) besaß und sich nun in Besitz der Familie Brix befindet.
3. Im Hintergrund der "Max-Schulze-Steig:
3. Im Hintergrund der "Max-Schulze-Steig:
Einschub
In einem Beitrag der Regierung der Oberpfalz heißt es über dieses Naturschutzgebiet:
"Der ca. 1,8 km lange Abschnitt der östlichen Donauleite zeichnet sich durch steil abfallende Talhänge aus, die zum größten Teil mit Laubhölzer bewaldet sind. Die Felsen sind in der Zeit der Kreide entstanden, als das Gebiet von Meer bedeckt war. Später schnitt sich die Donau in die verkarsteten Kalke und legte diese so frei. Auf dem sogenannten Schutzfelsen gründete der Regensburger Apotheker David Heinrich Hoppe die Regensburgische Botanische Gesellschaft, weltweit die älteste noch bestehende botanische Vereinigung. Diese ist seit 1906 Eigentümer des Felsen, der im Gedenken an den Apotheker auch Hoppefelsen genannt wird und zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns zählt.
Anfang des 20. Jahrhundert sollten markante Felsen gesprengt und abgebaut werden. Um dies zu verhindern kaufte der Oberbaurat Max Schultze das Gebiet mit eigenen Mitteln und schenkte es 1912 der Stadt Regensburg. Einzige Auflage war das Gebiet immerwährend als unverfälschtes Stück Natur zu erhalten. Seit 1939 ist der Max-Schultze-Steig als Naturschutzgebiet ausgewiesen und steht so unter besonderem Schutz.
Neben seinem hohen landschaftsästhetischen Wert hat das Schutzgebiet heute erhebliche Bedeutung als Rückzugsgebiet wärmeliebender Pflanzengesellschaften. Geprägt wird das Gebiet von Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Gebüschen und Waldfragmenten. Um die Lebensräume zu erhalten werden seit vielen Jahren Pflegemaßnahmen durchgeführt.
Begehbarkeit: Durch das Gebiet führt ein ausgewiesener Wanderweg, auf dem die ganze Schönheit des Naturschutzgebietes zu sehen ist. Eine Etappe des Donau-Panoramaweges von Bad Abbach führt unter anderem entlang des Gebietes und der Donau nach Regensburg. Bitte bleiben Sie auf den markierten Wegen.
"Der ca. 1,8 km lange Abschnitt der östlichen Donauleite zeichnet sich durch steil abfallende Talhänge aus, die zum größten Teil mit Laubhölzer bewaldet sind. Die Felsen sind in der Zeit der Kreide entstanden, als das Gebiet von Meer bedeckt war. Später schnitt sich die Donau in die verkarsteten Kalke und legte diese so frei. Auf dem sogenannten Schutzfelsen gründete der Regensburger Apotheker David Heinrich Hoppe die Regensburgische Botanische Gesellschaft, weltweit die älteste noch bestehende botanische Vereinigung. Diese ist seit 1906 Eigentümer des Felsen, der im Gedenken an den Apotheker auch Hoppefelsen genannt wird und zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns zählt.
Anfang des 20. Jahrhundert sollten markante Felsen gesprengt und abgebaut werden. Um dies zu verhindern kaufte der Oberbaurat Max Schultze das Gebiet mit eigenen Mitteln und schenkte es 1912 der Stadt Regensburg. Einzige Auflage war das Gebiet immerwährend als unverfälschtes Stück Natur zu erhalten. Seit 1939 ist der Max-Schultze-Steig als Naturschutzgebiet ausgewiesen und steht so unter besonderem Schutz.
Neben seinem hohen landschaftsästhetischen Wert hat das Schutzgebiet heute erhebliche Bedeutung als Rückzugsgebiet wärmeliebender Pflanzengesellschaften. Geprägt wird das Gebiet von Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Gebüschen und Waldfragmenten. Um die Lebensräume zu erhalten werden seit vielen Jahren Pflegemaßnahmen durchgeführt.
Begehbarkeit: Durch das Gebiet führt ein ausgewiesener Wanderweg, auf dem die ganze Schönheit des Naturschutzgebietes zu sehen ist. Eine Etappe des Donau-Panoramaweges von Bad Abbach führt unter anderem entlang des Gebietes und der Donau nach Regensburg. Bitte bleiben Sie auf den markierten Wegen.
Einschub Ende
4. Der ehemalige Sinzinger Pfarrhof - später Sinzinger Kindergarten - nach dem Abriss wurde daraus das Pfarrzentrum der evangelischen Kirchengemeinde
5. Die heutige Bruckdorfer Straße
6. Die alte Sinzinger Kirche. Aus dem 19. Jahrhundert gibt es Berichte, dass der Sinzinger Pfarrer bei Hochwasserereignissen Probleme hatte, von seinem Pfarrhof einigermaßen trockenen Fußes in seine Kirche zu kommen und daher weite Umwege hatte in kauf nehmen müssen.





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